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Sonntag, 29. Januar 2012

"Buona Notte"

Konstantin Wecker, Prinz Chaos II. und Dominik Plangger senden einen wundervollen musikalischen Gruß aus der Toscana.

Konstantin Wecker schreibt dazu:

"Liebe Freunde
Nach den Aufnahmen für mein Rilke-Hörbuch hatte ich die Freude, hier in der Toskana von zwei Kollegen besucht zu werden: Prinz Chaos, mit dem ich schon so manchen Nazi aus Dresden weggesungen habe - und Dominik Plangger aus Südtirol. Wegen seiner wunderschönen Version von Buona Notte habe ich mich auf ewig in dieses Lied verliebt.
Uns war klar, dass wir diese Gelegenheit, speziell für Euch zu singen, nicht ungenützt lassen dürfen.
Meine sehr freie deutsche Nachdichtung des Liedes von de Gregori musste übrigens von seinen Verlagen erst genehmigt werden. Dafür bedurfte es einer Übersetzung ins Englische, die Prinz Chaos von meinem deutschen Text und erneut mit künstlerischer Freiheit anfertigte.
Nun können wir Euch eine dreisprachige Version des Liedes präsentieren! Des Prinzen japanische Übersetzung, die ich dann singen soll, bleibt mir hoffentlich recht lang erspart.
Die Videoaufnahmen habe ich mit meinem Handy gemacht und anschließend selbst mit der Tonspur zusammengebastelt. Man möge uns nachsehen, dass wir unsere bitterernste Arbeitsweise nicht verhehlen konnten ... als Tonstudio diente übrigens mein Wohnzimmer. Viel Spaß!"


Samstag, 8. Oktober 2011

(@Piratenpartei:) Prinz Chaos II. • EIN STOLZES SCHIFF

Prinz Chaos II. hat sein Herz für die Piratenpartei entdeckt !!!
Dieses Video zu einem alten Auswandererlied, welches der Prinz für seine CD "Prinz Chaos auf großer Fahrt" eingespielt hatte, soll mit seiner Bildersprache das "Auswandern" vieler fortschrittlicher Kräfte, weg von den etablierten Parteien - hin zur Piratenpartei, versinnbildlichen.
Am Piano ist Konstantin Wecker zu hören.

Freitag, 24. Juni 2011

Konstantin & Commander


Konstantin Wecker und der Commander mit einem Kabinettstückchen:
... über Handys, Baumärkte und wer sich dafür so alles interessiert ...

Donnerstag, 16. Juni 2011

RIVERLOVE (Liebeslied im alten Stil)

NEU auf PrinzChaosTV


RIVERLOVE

Arlo Guthrie sang beim Konzert
zu Konstantin Weckers 60. Geburtstag
am 1. Juni 2007 im Circus Krone in München
eine englische Version von dessen

LIEBESLIED IM ALTEN STIL ,

die Prinz Chaos II. für Konstantin Wecker
zum 60. Geburtstag geschrieben hatte.

http://www.arlo.net/

~~~~~~~

RIVERLOVE

Originaltext und Musik: Konstantin Wecker (Liebeslied im alten Stil)
Englischer Text: Prinz Chaos II.

Riverlove, take my hand
We're drifting by the flow
Round the corner, down and ever more
Let the waters know, the direction we will go
This is what our lives are given for!

Deeper than the sea
My reality!
But how deep can you see?

Riverlove, hold my hand
We're following the night!
Gentle waves cry out my yesterday
Foggy Autumn creeping in, beautiful and white
Whispering old poems from the bay

Deeper than the sea
My reality!
But how deep can you see?

Riverlove, hand in hand
Floating to the sea
What we lose was useless all along
Lovely journey, silent drums -- above us, in this mighty tree
From outer space, the echo of this song

Deeper than the sea
My reality!
But how deep can you see?

Riverlove, hold my hand
This skin, a newborn child
No more bay, no city; you and me
Cast our fears away! Let's be stupid, wild and free!
As we drown to life in ecstasy!

Deeper than the sea
My reality!
But how deep can you see?

http://prinzchaos.com/riverlove.html

~~~~~~~

Originaltext:

Liebeslied im alten Stil

Komm, mein Lieb, wir lassen uns
den Fluß hinuntertreiben,
keiner weiß, wohin das Ganze führt.
Ganz egal, wie wir hernach zusammen bleiben,
Hauptsache, wir haben uns gespürt.

Was für ein Gefühl,
tiefer als das Meer,
doch wie tief ist das Meer?

Komm, mein Lieb, wir lassen uns
den Fluß hinuntertreiben,
tun mal wieder so, wie´s früher war.
Wellen schlagen sanft, und aus den Wiesen steigen,
sagt man, weiße Nebel, wunderbar.

Was für ein Gefühl,
tiefer als das Meer,
doch wie tief ist das Meer?

Komm, mein Lieb, wir lassen uns
den Fluß hinuntertreiben,
legen alles ab, was uns beengt.
Was für eine Fahrt! Die Erde dampft,
die Trommeln schweigen,
nur noch dieses Wollen, das uns drängt.

Was für ein Gefühl,
tiefer als das Meer,
doch wie tief ist das Meer?

Komm, mein Lieb, wir lassen uns
den Fluß hinuntertreiben,
laß uns schrecklich unvernünftig sein,
und anstatt uns an den Ängsten
endlich aufzureiben,
dringen wir unendlich in uns ein.

Was für ein Gefühl,
tiefer als das Meer,
doch wie tief ist das Meer?

http://wecker.de/lied_recht2.php?ide=23

~~~~~~~

RIVERLOVE

Originaltitel: LIEBESLIED IM ALTEN STIL

Text und Musik: Konstantin Wecker

englische Übertragung: Florian Ernst Kirner / Prinz Chaos II.

Ausschnitt aus der DVD "Alles das und mehr"
© Bayerischer Rundfunk 2007

Kaufmöglichkeit für die DVD:


Mittwoch, 16. März 2011

Wie abgebrüht sind wir eigentlich schon?

Von Konstantin Wecker | 15.März 2011
immer wieder habe ich versucht etwas zu schreiben in diesen Tagen, immer wieder starrte ich auf das leere Papier, unfähig meine Trauer, meine Wut, meine Zerrissenheit in Worte zu fassen. In solchen Momenten kann ich mich eigentlich nur noch am Klavier ausdrücken. Worte versagen.
Und trotzdem will ich versuchen, euch meine Gedanken und Gefühlsstürme mitzuteilen.
Wie abgebrüht sind wir eigentlich schon – und ich spüre das durchaus an mir selbst -, dass sich manchmal Entsetzen und Sensationslust die Waage halten? Sind wir noch dazu in der Lage, mit den Menschen auf der anderen Seite der Welt aufrichtiges Mitgefühl zu empfinden? Oder ist uns dies bereits abhanden gekommen, verdrängt von Egoismus und Besitzgier, Kaufrausch und Wettbewerb, immer auf der Suche, auch in der schlimmsten Situation noch ein privates Schnäppchen, welcher Art auch immer, zu ergattern?
Können wir angesichts dessen, was sich hier vor unser aller Augen ereignet, überhaupt noch zur privaten Tagesordnung übergehen, gemütlich beim Italiener ein Glas Wein trinken und uns am aufkeimenden Frühling erfreuen? Oder sollten wir genau dies tun angesichts eines Geschehens, das uns deutlicher als je zuvor die Vergänglichkeit unseres menschlichen Daseins vor Augen führt?
Manchmal, wenn es mir gelingt, mich tief in mich zu versenken, dann spüre ich diese Verbundenheit, spüre sie nicht nur in Gedanken, sondern im Herzen, genau da, wo die Empathie mit allem Lebendigen nun mal zu Hause ist. Dann aber frage ich mich wieder, ob das nicht auch nur Gedankenkonstrukte sind, eine Art rationale Verbundenheit mit dem Leid der anderen, ohne wirklich daran beteiligt zu sein. Wir müssen höllisch aufpassen, dass dieses Mitfühlen nicht einfach nur zu einem Lippenbekenntnis wird, wie ich es bei vielen Politikern und Wirtschaftsführern vermute. Vielleicht berührt uns das Leid der anderen nur deshalb, weil es uns selbst Unannehmlichkeiten bereitet: unser Wohlstand scheint gefährdet, wir werden uns einschränken müssen, Pfründe und Wahlen könnten verloren gehen.
Diese Rücksichtslosigkeit, in die uns unser Wirtschaftssystem und unsere kriegerische Gesellschaft getrieben haben, hat uns schon lange durchdrungen. Wenn wir ehrlich sind, spüren wir nun, wie kaltherzig wir selbst bereits geworden sind. Auch wenn wir uns zu den Mitfühlenden, Engagierten und Wachen zählen – die letzten Jahrzehnte der hemmungslosen Egozentrik sind auch an uns nicht spurlos vorübergegangen. Immer wieder habe ich deshalb in meinen Liedern und Texten dazu aufgerufen, dass wir uns nicht nur politisch, sondern tief in uns selbst verändern müssen. Wie viel es in mir selbst noch aufzubrechen und zu verändern gibt, führt mir diese entsetzliche Katastrophe vor Augen.
Diese Katastrophe muss uns wachrütteln. Nicht nur politisch, sondern in unserer ganzen persönlichen Lebensweise. Sie muss uns daran erinnern, dass wir nicht nur wirtschaftlich mit Ländern am anderen Ende der Welt verbunden sind, sondern zugleich mit all den Menschen dort und überall zutiefst verbunden sind. Es gibt kein Leid in dieser Welt, das nicht auch unser Leid wäre, kein Leid, das nicht auch von uns mit verursacht wurde und für das wir nicht verantwortlich wären.
Bertolt Brecht bringt dieses menschliches Dilemma in den Zeilen seines Gedichtes „An die Nachgeborenen“ von 1939 zum Ausdruck:
Man sagt mir: Iss und trink du! Sei froh, dass du hast!
Aber wie kann ich essen und trinken, wenn
Ich dem Hungernden entreiße, was ich esse, und
Mein Glas Wasser einem Verdurstenden fehlt?
Und doch esse und trinke ich.
Ich hoffe, die Menschen in unserem Lande sind politisch klug genug, die hektischen Versuche unserer Regierung, das Wahlvolk doch noch für sich zu gewinnen, zu durchschauen. Ich traue keinem mehr, der noch vor einigen Monaten den Atomstrom für sicher verkaufte und sich von der Atomlobby bestechen ließ. Jeder kann und darf sich ändern und klüger werden. Trotzdem muss man diesen Menschen das Mandat erst einmal entziehen, um ihnen die Zeit zu geben, in sich zu gehen, sich zu besinnen und zu bereuen.
Wie wärs mit einem Moratorium – für die ganze Regierung…..
Ich umarme Euch
Euer
Konstantin
P.S:
Das folgende Lied habe ich vor 30 Jahren geschrieben….

Daß dieser Mai nie ende!
Ach Sonne, wärm uns gründlich!
Wir haben kaum noch Zeit,
die Welt verbittert stündlich.
Daß dieser Mai nie ende
und nie mehr dieses Blühn -
wir sollten uns mal wieder
um uns bemühn.
Uns hat die liebe Erde
doch so viel mitgegeben.
Daß diese Welt nie ende,
daß diese Welt nie ende
nur dafür laßt uns leben!
Noch sind uns Vieh und Wälder
erstaunlich gut gesinnt,
obwohl in unsern Flüssen
schon ihr Verderben rinnt.
Auch hört man vor den Toren
die Krieger schrein.
Fällt uns denn außer Töten
schon nichts mehr ein?
Uns hat die liebe Erde
doch so viel mitgegeben.
Daß diese Welt nie ende,
daß diese Welt nie ende -
nur dafür laßt uns leben!
Wie schön, der Lust zu frönen!
Es treibt der Wein.
Der Atem einer Schönen
lullt mich ein.
Daß dieser Mai nie ende
und Frau und Mann,
ein jedes, wie es will,
gedeihen kann!
Uns hat die liebe Erde
doch so viel mitgegeben.
Daß diese Welt nie ende,
daß diese Welt nie ende -
nur dafür laßt uns leben!

Sonntag, 13. März 2011

Unterstützung für Konstantin Wecker

Durch sein unerschütterliches Engagement gegen rechts ist Konstantin Wecker immer wieder Anfeindungen ausgesetzt.
 Ich hoffe, dass er sich durch seine Fans - die er immer liebevoll Freunde nennt - gut unterstützt weiß und ein gutes Gefühl hat, dass wir  an seiner Seite sind:


No pasaran! - Sie werden nicht durchkommen!

Montag, 7. März 2011

Neuer Text von Konstantin Wecker

7. März: Vertreten wir uns endlich selbst!

wird diese welt von den schönsten regiert?
sicher nicht, aber das ist nun wirklich nicht so wichtig.
oder vertreten uns die klügsten?
ich wüsste viele, deren klugheit ich mich lieber anvertrauen würde.
werden wir von den liebevollsten regiert?
da erübrigt sich jede antwort.
nun, was berechtigt diese menschen eigentlich
die wirklichkeit in unserem namen zu gestalten?
ist es allein rücksichtslosigkeit und machtgier?
die kunst, genau zu spüren woher der wind kommt,
um danach seine fahne auszurichten?

wenn das die herrausragende eigenschaft unserer volksvertreter ist
anstatt mitgefühl, besonnenheit und weisheit -
wen wundert da noch der erbärmliche zustand dieser welt?
wir sollten jetzt schleunigst unseren unseligen hang überdenken
ausgerechnet egomanen und soziopathen großartig zu finden!
begegnet ihnen mit mitleid.
helft ihnen schwach zu sein.
aber:
vertreten wir uns endlich selbst.

Konstantin Wecker
auf: http://wecker.de

Dienstag, 22. Februar 2011

Meine Videos von Dresden Nazifrei am 19. Februar 2011 habe ich hier zu einer Playlist zusammengestellt:
Zu Beginn steht der Dresden Nazifrei Song von Prinz Chaos II. der für den 19. 2. 2011 geschrieben und aufgenommen wurde.
Danach sind vier Videos vom Tag selbst zu sehen.

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